Kloster Wechselburg

Unser Ausflug führt uns heute nach Sachsen. Das Kloster Wechselburg mit seiner Romanischen Basilika Hl. Kreuz (die Klosterkirche und Pfarrkirche) ist unser Ziel. Hier gibt es Vieles zu sehen, wie den bekannten Lettner, die Lettner-Kanzel und die Altare.

Kloster Wechselburg

Kloster Wechselburg in Sachsen (#1)

Kloster Wechselburg in Sachsen (#1)

Das Kloster Wechselburg der Benediktiner liegt im Ort gleichen Namens im schönen Sachsen. Wer sich nicht nur an der schönen Landschaft hier östlich der Saale erfreuen möchte und ein wenig architekturinteressiert ist, für den gibt es hier kräftig Futter. Die Stiftskirche des Klosters Wechselburg ist eine spätromanische Basilika und manzählt sie zu den wenigen gut erhaltenen romanischen Großbauten der Region. Die Stiftskirche ist zudem reichhaltig mit Kunstwerken ausgestattet, die jedes für sich genommen, als einzigartig gelten dürfen. Vom Lettner sprachen wir bereits. Seine Bildwerke gehen in das 13. Jahrhundert zurück und gelten als Zeugnis deutscher Kunst.

Der Ort Wechselburg liegt an der Zwickauer Mulde am Fuße des Rochlitzer Berges. Die nächstgelegenen Städte sind Mittweida und Chemnitz. Wechselburg liegt fast auf dem 51. Breitengrad und im Jahr 2009 lebten hier 738 Menschen.

Das Kloster Wechselburg wurde im Jahr 1168 von Dedo von Rochlitz-Groitzsch gegründet. Damit begann die wechselhafte Geschichte des klosters, die ihm auch ihren Namen gab. Im Jahr 1278 übergab Markgraf Heinrich der Erlauchte das Kloster an den Deutschen Ritterorden. Im Jahr 1543 wurde das Kloster mit all seinen Besitzungen Eigentum von Herzog Moritz von Sachsen. Herzog Moritz von Sachsen wiederum säkularisierte das Kloster umgehend und tauschte es ein. Das Kloster Wechselburg ging an die Herren von Schönburg. Herzog Moritz von Sachsen erhielt als Gegenwert die Orte Hohnstein, Wehlen und Lohmen. Diese liegen in der Sächsischen Schweiz. Mit den Tausggeschäften war damals der Deutsche Orden nicht einverstanden. Er versuchte noch bis in das Jahr 1570 gerichtlich erneut Eigentum am Kloster zu erlangen, doch ohne Erfolg.

Neues Leben erfüllte das Kloster Wechselburg, als ab 1753 der Baumeister Johann Gottlieb Ohndorff auf den Fundamenten des früheren Klosters ein Barockschloss errichtete. Sein Auftraggeber waren die Herren von Schönburg. Im Jahr 1945 wurden die Herren von Schönburg enteignet. Die Klosterkirche wurde zur Pfarrkirche und zum Wallfahrtsort.

Neues sakrales Leben wurde dem Kloster Wechselburg eingehaucht, als am 28. August 1993 sechs Benediktinermönche der Abtei Ettal erneut das Kloster Wechselburg als klösterliche Niederlassung gründeten. Traurige Bekanntheit erlangte das Kloster Wechselburg im Jahr 2010 durch die öffentlich bekannt gewordenen Missbrauchsfälle in den katholischen Einrichtungen, die auch das Mutterkloster Ettal betreffen.

Kloster Wechselburg: Veranstaltungen

Wechselburger Samstage

Die Wechselburger Samstage sind thematische Tagesveranstaltungen, die um 10:00 Uhr beginnen und bis 17:00 Uhr andauern. Die Teilnahme an den Gebetszeiten (Mittagshore und Vesper) ist möglichfester Bestandsteil. Gespräche sind während der Arbeiten und beim Nachmittagskaffee möglich. Ende gegen 17.00 Uhr.

Thementag „Rembrandts biblische Motive“

Die Veranstaltung fandt am Samstag, den 24.02.2018 statt. „Rembrandts biblische Motive“ sucht einen Bogen von Rembrandts Werk zu Bibelstellen zu schlagen. Hier stehen die Motive „Der verlorene Sohn“, „Emmaus“, „Jesus und die Ehebrecherin“ und „Abrahams Opfer“ des niederländischen Malers Rembrandt von Rijn (1606 – 1669) zum Gespräch an.

Klosterjubiläum Wechselburg

Das Klosterjubiläum Wechselburg wurde am Samstag, den 07.04.2018 begangen. 850 Jahre Stiftskirche und 25 Jahre Benediktinerkloster sind gleich zwei Anlässe für ein Jubiläum. Der Freundeskreis des Klosters Wechselburg lud zum Gespräch ein.

Das Buch Tobit

Am Samstag, 01.09.2018stand die kritische Lektüre dess Buches Tobit an. Die völlig neue Begegnung mit dem Buch Tobit sollte über die bekannten Bilder des blinden und gehorsamen Tobit, des Engels Raphael und der drei Tobiasnächte hinausgehen.

Ferienwohnungen in Wechselburg und Umgebung

Schloss Moritzburg wird uns leider nicht als Ferienwohnung dienen können, doch ist es ein lohnendes Ziel für eine  Tagesausflug von hier. (#3)

Schloss Moritzburg wird uns leider nicht als Ferienwohnung dienen können, doch ist es ein lohnendes Ziel für eine Tagesausflug von hier. (#3)

Wer hier in aller Ruhe dem Kloster Wechselburg begegnen möchte, der tut gut daran, sich in Wechselburg oder der näheren Umgebung einzuquartieren. Wir haben hier mal drei Adressen aus der Region:

Ferienwohnung
Familie Peter Lissek
Mühlplatz 4
09306 Rochlitz

Tel: +49 3737 40244
Mobil: +49 172 3796135
Fax: +49 3737 40251
Mail: p.lissek@gmx.de
Web: www.ferienwohnung-am-schloss-rochlitz.de

Ferienwohnung
Familie Leupold
Dorfstraße 48
Ortsteil Lastau
04680 Colditz

Tel: +49 34381 41298
Fax: +49 34381 41298
Web: www.colditz.de

Ferienwohnung
Gritt Schwarz
Dorfstraße 10
Ortsteil Köttwitsch
09306 Königsfeld

Tel: +49 (0)3737 42716
Mobil: +49 (0)157 87166152
Fax: +49 (0)3222 3401862
Mail: Hof-Augustin@t-online.de
Web: www.hof-Augustin-bei-schwarz.de

Schloss Rochlitz: einen Ausflug wert!

Von Kloster Wechselburg aus empfiehlt sich ein Besuch des nahegelegenen Schloss Rochlitz. (#2)

Von Kloster Wechselburg aus empfiehlt sich ein Besuch des nahegelegenen Schloss Rochlitz. (#2)

Wer beim Besuch auf Kloster Wechselburg ein wenig Zeit mitgebracht hat, der kann sich überlegen, dem nur etwa sieben Kilometer entfernten Schloss Rochlitz einen Besuch abzustatten. Der Weg zu Fuß durch die sächsischen Wälder könnte dann beispielsweise am Bergrestaurant Türmerhaus vorbeiführen, was für sich genommen bereits einen Besuch verdient.

Wer vor seiner Wanderung anrufen möchte:
Bergrestaurant Türmerhaus
Rochlitzer Berg
09306 Rochlitz

Tel: +49 3737 40706

Auf Schloss Rochlitz auf dem Rochlitzer Berg, den man früher auch Rochlitzer Collm nannte, hat man direkte Berührung mit dem Mittelalter. MIttelalterliche Kochkunst in der Schwarzküche und altertümliche Kräutleins, die uns die Mägde erklären.

In der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts wurde hier eine Reichsburg angelegt. Die Reichsburg ging im Jahr 1143 in den Besitz der wettinischen Markgrafen über. Jetzt erhebt sich hier eine ausgedehnte Schlossanlage. Der Besuch des Museums Schloss lohnt sich. Die Dauerausstellung auf Schloss Rochlitz mit dem Namen „FETT, EINÄUGIG, REVOLUTIONÄR – Drei Wettiner für tausend Geschichten“ erzäjlt erlebbar die GEschichte der Schlossherren hat Rochlitz: Deo von Groitzsch („der Fette“), der hier die Urwälder roden ließ, Markgraf Wilhelm („der Einäugige“), der die Trutzburg in ein Wohnschloss umbauen ließ und die Herzogin Elisabeth von Sachsen, die die Reformation einführte. Aber auch sonst hat das Schloss etwas herzuzeigen. Vom Fürstenhaus über die Schwarzküche bis hin zu den beiden sehr imposanten Türmen finden sich viele Liebelingsplätze für kleine und große Ritter. Aber Vorsicht: in einem der beiden Türme befindet sich das Verlies und die Folterkammer.

Eintritt: 5,00 Euro. Ermäßigter Eintritt 4,00 Euro. Das Museum ist von 30. März bis 03. November 2019 geöffnet.

Museum Schloss Rochlitz
Sörnziger Weg 1
09306 Rochlitz

Tel: +49 3737 492310
Web: www.schloss-rochlitz.de

Video: Wanderung von Wechselburg zum Schloss Rochlitz

Die oben beschriebene Wanderung von Wechselburg nach Rochlitz kann hier im Video durchlaufen werden. Wer schon vor seiner Reise ans Kloster Wechselburg einen Blick hierhin werfen möchte, ist dazu eingeladen.

Video: Museumslokomotive 50 3648-8 auf der Strecke Chemnitz-Wechselburg-Rochlitz

Auch für Eisenbahnfreunde wird in Wechselburg und Rochitz etwas geboten. Hier versprüht die Museumslokomotive 50 3648-8 Dampflokromantik.


Bildnachweis: © shutterstock – Titelbild + #1 LianeM, #2 LaMiaFotografia, #3 Andrew Mayovskyy

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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